Kaltenborn



Das kleine Dörfchen ist etwas abseits der großen Verkehrsadern gelegen, in einem kleinen von Wäldern und Feldern umgebenen Tal. Der Ort hat eine Fläche von 262 ha.

Weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist die Käseschenke auf dem 360 m ü.d.M. gelegenen Käseberg, die nach 22jähriger Bauzeit eröffnet wurde und bis heute ein beliebtes Ausflugsziel ist. An der Käseschenke vorbei über St.Gangloff nach Bad Klosterlausnitz führt eine alte Höhenstraße über die 345 m ü.NN gelegene Lumpe, die bereits im Mittelalter von den schweren Pferdefuhrwerken befahren wurde, die zwischen Leipzig und Nürnberg unterwegs waren.

Der bekannte Kunstmaler Prof. Kurt Günther, der zeitweise im Ort lebte, schuf für die Fassade der Gastwirtschaft zwei Wandbilder, die leider beide Renovierungsarbeiten zum Opfer fielen. Das Rechte zeigte eine Illustration der bekannten Fabel von Fuchs und Rabe und das Linke Reiter Napoleons und die folgende Inschrift:

"Napoleon hatte hier kein "Schwein".
Fand nicht nach Kaltenborn hinein.
Der Käsewirt hielt wohl dicht.
Napoleon fand das Dörfchen nicht.
Wir wollen dem Wirt dankbar sein.
Und öfters kehren bei ihm ein."

Diese Legende, nach der Napoleon in der Käseschenke, einer alten Fuhrmannsgaststätte, auf seinen Raubzügen durch Europa Station gemacht haben soll und seine Truppen auf Grund dicken Nebels das Tal nicht finden und somit nicht plündern konnten, entspricht nicht den geschichtlichen Tatsachen, da die Käseschenke 1806 noch gar nicht existierte.

Vom Käseberg aus hat man eine hervorragende Aussicht auf die umliegende Landschaft, teilweise sogar mit Fernsicht bis zum Erzgebirge.