Mutzmuseum

Der Mutz als Lieferant des Fleisches für den berühmten Mutzbraten ist ein zur Zeit nur noch im Thüringer Holzland speziell im Zeitzgrund bei Hermsdorf und im Erlbachtal bei Kraftsdorf vorkommendes eierlegendes Wollmilchschwein, das den bayrischen Wolperdingern wesensähnlich ist. Sein Ursprung liegt im Schmöllner / Altenburger Land. Der Urmutz war ein bedauernswertes Tier, dass von Raubtieren und Göttern verfolgt wurde. Deshalb lebte der Mutz sehr im Verborgenen bis zur Gebietsreform in den fünfziger Jahren, als dieser Landstrich dem Sachsenland zugeschlagen wurde. Daraufhin flohen die Mutze in das schöne Thüringen und ließen sich im Holzland nieder, wo sie trotz neuerlicher Gebietsreform bis zum heutigen Tage geblieben sind.

Einige verwegene mit der Natur verbundene Thüringer erkannten schon 1989, dass der vom Aussterben bedrohte Mutz Schutz braucht. So gründete man 1990 den Unnützen Verein der Freien Mutzfänger Thüringen. Er hat derzeit ca. 220 Mitglieder, die in 12 Ortsgruppen organisiert sind. Im wesentlichen fühlt sich der Verein einer Aufgabe berufen: Dem Schutz und der Verbreitung des Mutzes Sorge zu tragen; die Mutze zu hegen, zu pflegen, unter strengen speziellen Jagdregeln zu jagen und die sachgemäße Zerlegung und Zubereitung zu kontrollieren.

Eingang zum Mutzmuseum